In den letzten Jahren hatte der Begriff der „Transformation“ Konjunktur. In einer krisen-geschüttelten Welt von Klima, Krieg, Digitalisierung und demografischem Wandel ist oft von Resilienz die Rede um die Krisen zu bestehen und letztendlich auch lösen zu können.
Ein Baustein dieser Resilienz von Gesellschaften ist die demokratische Mitbestimmung. Dies gilt insbesondere auch im Arbeitskontext: In vielen Unternehmen, Betrieben, Forschungseinrichtungen, sozialen Trägern oder im Gesundheitswesen werden Antworten auf die wichtigen Fragen unserer Zeit von Arbeitnehmer*innen entwickelt: Sie sind an Prozessen beteiligt und bringen sich unter anderem über die demokratische Mitbestimmung ein.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Wir gestalten den Wandel‘ der S&D-Fraktion im EU-Parlament und der SPD-Europa fand vergangene Woche in Düsseldorf eine Diskussion zum Thema statt. Gemeinsam mit Katarina Barley, EU-Kommissar Nicolas Schmit, Gewerkschafterin Isabelle Schömann, Christiane Benner, 1. Vorsitzende der IG Metall und vielen weiteren Teilnehmer*innen habe ich darüber diskutiert, wie eine Transformation gestaltet werden kann, um einerseits Innovation voranzutreiben und gleichzeitig Arbeitsplätze mit guten Bedingungen zu sichern.

Die Panelist*innen boten dabei unterschiedliche Sichtweisen: Was kann die Politik für bessere Bedingungen für Betriebsräte und Mitbestimmung am Arbeitsplatz tun? Welchen Herausforderungen müssen sich die Arbeitnehmer*innen stellen und welche Erfolgsrezepte gibt es in der Praxis bereits?
Alle Beteiligten auf dem Panel waren sich einig: Ein gemeinsamer Austausch mit politischen Entscheidungsträger*innen, mit Gewerkschaften, Wissenschaft und Betriebsräten ist für die Gestaltung der Transformationen von essenzieller Bedeutung.

 

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung könnt ihr euch hier ansehen:

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„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“