Das Plenum der Zukunftskonferenz nimmt die Vorschläge der Bürger*innen an

03.05.2022 | In der Presse, Konstitutionelle Fragen, Plenum

Dieses Wochenende hat in Straßburg die finale Plenartagung der Zukunftskonferenz stattgefunden. In einem beispiellosen Prozess haben zufällig und nach repräsentativen Kriterien ausgewählte Bürger*innen aus der ganzen EU in vier europäischen Bürgerforen zusammengearbeitet und Vorschläge für konkrete Veränderungen in vielen Politikbereichen erarbeitet. Soziale Gerechtigkeit, Migration, Digitalpolitik und Klima – in vielen Bereichen fallen die finalen Schlussfolgerungen ambitioniert aus.

Doch mit Blick auf die Umsetzung der Vorschläge halten sich die Staats- und Regierungschefs bisher bedeckt. Ohne klare Zusagen seitens der EU-Institutionen würden die vielen engagierten Bürger*innen enttäuscht, und die Chance auf eine tiefgreifende Reform für eine demokratischere EU wäre vertan. Welche Schritte müssen jetzt auf die Zukunftskonferenz folgen? Dazu habe ich mich hier in der Süddeutschen Zeitung und hier in der Mitgliederzeitung der Europa-Union Deutschland geäußert. 

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„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“