Was versteht ihr unter guter Arbeit?

  • Arbeit darf nicht krankmachen: Arbeitnehmer*innen dürfen keinen giftigen Stoffen ausgesetzt werden, zu lange in ungesunden Haltungen arbeiten und sie brauchen ausreichend Pausen, um sich zu erholen.
  • Ein guter Job beinhaltet soziale Absicherung für die Beschäftigten, damit sie nicht im Regen stehen, wenn sie bspw. aufgrund einer Erkrankung oder im Alter nicht mehr arbeiten können.
  • Außerdem muss sich jede*r darauf verlassen können, verlässlich ein Gehalt zu bekommen, das ein gutes Leben ermöglicht.

Erfüllt Euer Job alle Kriterien? Viele Arbeitnehmer*innen in der EU werden die Frage mit einem „Nein!“ beantworten. Jede*r Vierte in der EU ist arm trotz Arbeit. Darauf macht der Internationale Gewerkschaftsbund am heutigen internationalen Tag für menschenwürdige Arbeit aufmerksam.

Mittwoch waren auf Initiative des Europäischen Gewerkschaftsbunds Mindestlohnempfänger*innen und Menschen mit kleinen Einkommen zu Gast im EU-Parlament. Reinigungskräfte, Beschäftigte aus einer Glasfabrik und Landarbeiter*innen haben berichtet, dass sie wegen der steigenden Preisen für Energie und Lebensmittel einfach nicht mehr über die Runden kommen.

Wir EU-Abgeordneten müssen diese Stimmen hören! Zu viele Politiker*innen blenden die sozialen Folgen der Energiekrise aus. Ein Bündnis aus Konservativen und der extremen Rechten hat erst diese Woche wieder soziale Änderungsanträge in einer Resolution zur Energiepreiskrise verhindert. Heute fordere ich gemeinsam mit den Gewerkschafter*innen: „Lohngerechtigkeit – jetzt!“.

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„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“