In der Zeitung „Politico“ habe ich gemeinsam mit meiner niederländischen Kollegin Agnes Jongerius und meinem portugiesischen Kollegen Pedro Marques beschrieben, wie wir  Sozialdemokrat*innen im Europäischen Parlament gegen Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt kämpfen. 

Es ist ein harter Kampf auch im Jahr 2022. Aber er lohnt sich gerade jetzt. Die Reallöhne sinken seit zwei Jahrzehnten in der EU und durch die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind noch mehr Menschen von Armut betroffen. 

Wie äußert sich die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt? 

  • Wir sehen, dass Plattformarbeiter*innen häufig schlechtere Arbeitsbedingungen haben, als Arbeitnehmer*innen in klassischen Unternehmen. 
  • Arbeitnehmer*innen, die aus anderen EU-Staaten zum Arbeiten zu uns kommen, verdienen häufig weniger als ihre Kolleg*innen. 
  • Frauen verdienen EU-weit immer noch 14 % weniger als ihre männlichen Kollegen. 
  • In vielen EU-Staaten sind die Mindestlöhne so niedrig, dass Menschen arm sind, obwohl sie arbeiten. 

Als Vize-Präsidentin der S&D-Fraktion im Europäischen Parlament bin ich für eine faire Arbeitskräftemobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt zuständig. Im Artikel könnt ihr nachlesen, wie wir Sozialdemokrat*innen gegen Lohndumping, die Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt vorgehen. 

Viel Spaß beim Lesen!

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“