Am vergangenen Wochenende haben sich die europäischen Staats- und Regierungschef*innen bei einem zweitätigen Sozialgipfel im portugiesischen Porto über das sozialpolitische Programm der Europäischen Union beschäftigt. Anlass ist der jüngst veröffentlichte Aktionsplan für die Umsetzung der Europäischen Säule sozialer Rechte, in dem drei Kernziele formuliert wurden, die bis 2030 erreicht werden sollen:

  • 60 Prozent der Beschäftigten in Europa sollen jedes Jahr an Fortbildungen teilnehmen,
  • die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in der EU soll um 15 Millionen sinken und
  • der Anteil der Menschen in Arbeit von 72 auf 78 Prozent steigen.

Mehr zu der Europäischen Säule sozialer Rechte und dem Aktionsplan der Kommission könnt ihr hier lesen.

Zum Sozialgipfel in Porto habe ich mich in der taz, der Süddeutschen Zeitung, im Vorwärts und bei der Tagesschau geäußert. Auf Instagram (@gabybischoff) könnt ihr mir gerne schreiben, was ihr dazu sagt. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Außerdem könnt ihr hier ein Gespräch nachhören, das ich für den Deutschlandfunk geführt habe oder meine Veranstaltung „EU-Sozialgipfel in Porto: Mit Volldampf zum sozialen Europa?“ auf YouTube nachschauen:

 

Mehr lesen:

„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“