Am heutigen Internationalen Workers Memorial Day (#IWMD) möchte ich den am Arbeitsplatz verunglückten und arbeitsbedingt erkrankten Menschen gedenken. Der Gesundheitsschutz für Arbeitnehmer*innen ist keine Selbstverständlichkeit und musste über Jahrzehnte erkämpft werden. Aktuell ist er wichtiger denn je, viele Berufsgruppen sind unzureichend vor dem Corona-Virus geschützt – Verkäufer*innen, Krankenhauspersonal und Lieferfahrer*innen stehen in ständigen und engen Kontakt mit ihren Mitmenschen, sie halten unseren Alltag am Laufen. Danke! Doch auch bei der Arbeit im Home-Office müssen wir ein Auge auf die Gesundheit haben. Mit neuen Arbeitsformen kommen auch neue Formen der Belastung und so sollten Burn-Out, Depressionen und Angstzustände als Berufskrankheiten anerkannt werden. In vielen Staaten werden die Corona-Maßnahmen gelockert, bei der Rückkehr in den normalen Arbeitsalltag, muss die Gesundheit als tragender Faktor bedacht werden und Probleme, die durch die Krise aufdeckt wurden, müssen angegangen werden.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Lektüre des Leitfadens ,,COVID-19: Rückkehr an den Arbeitsplatz“ der Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatzn (OSHA) empfehlen: https://osha.europa.eu/de/publications/covid-19-back-workplace-adapting-workplaces-and-protecting-workers/view

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„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“