In der letzten Woche wurde mein Vorschlag zur Änderung der Geschäftsordnung im AFCO-Ausschuss angenommen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den vielen Kolleg*innen bedanken die mich tatkräftig unterstützt haben, trotz der aktuellen Pandemie-Situation und unter erschwerten Bedingungen. Umso mehr freue ich mich, dass mein Vorschlag ohne Gegenstimmen vom Ausschuss für konstitutionelle Fragen (AFCO) angenommen wurde.

Meine Rede zur Abstimmung

Das Ziel war und ist es, dass das Parlament auch in Ausnahmesituationen arbeitsfähig bleibt. Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie unvorbereitet und wie unbeholfen wir anfangs waren. Die bestehenden Regeln sind einfach nicht für solche Situationen gemacht. Mit der Änderung der Geschäftsordnung kann der Präsident Maßnahmen erlassen, die die Arbeitsprozesse des Parlaments flexibel an die Situation anpassen können – natürlich nur zeitweise.

In der kommenden Woche wird im Plenum über die Änderung abgestimmt.

Hier findet ihr die offizielle Pressemitteilung des AFCO: https://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20201012IPR89120/

Hintergrund: Lange Unterauftragsketten und missbräuchliche Praktiken der Arbeitsvermittlung erschweren es den Behörden, betrügerische oder kriminelle Akteure am Arbeitsplatz zu ermitteln. Der Bericht des EU-Parlaments, der nun angenommen wurde, betont deshalb, wie wichtig eine effiziente Durchsetzung im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Arbeitsbehörde, Europol, den nationalen Behörden und den Sozialpartnern ist. In Bezug auf Sanktionen wird die Kommission in dem Bericht aufgefordert, für einen wirksameren Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten sowie für die gegenseitige Anerkennung strafrechtlicher Sanktionen zu sorgen.

In folgendem Artikel (auf Englisch) betonen S&D-Abgeordnete aus acht EU-Ländern die Bedeutung eines EU-rechtlichen Handelns, um Subunternehmerketten zu beschränken.

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„Sozialdumping wirksam bekämpfen“

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„Gerade in Berlin würden verbindliche Regelungen vielen Beschäftigten ganz konkret helfen. Allein für Berliner Lieferdienste sind tausende bei Subunternehmern angestellte Lieferbot*innen unter prekären Arbeitsbedingungen unterwegs. Ob Schwarzarbeit, Lohnbetrug, oder 12-Stunden-Schichten – es wird Zeit, dass wir diesem System ein Ende setzen.“

Europäische Sozialdemokraten fordern ambitionierte EU-Strategie gegen Armut: Jetzt nun Butter bei die Fische

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„In Berlin war 2022 jede vierte minderjährige Person armutsgefährdet oder lebte in einer Bedarfsgemeinschaft – ein Wert, der dem europäischen Durchschnitt entspricht. Das zeigt, wie dringend wir eine gemeinsame europäische Antwort brauchen. Dazu gehören gezielte soziale Investitionen, insbesondere zur Bekämpfung von Kinderarmut, einschließlich eines zweckgebundenen Budgets von mindestens 20 Mrd. EUR für die Europäische Kindergarantie.“